Deutsche Meisterschaft ruft: Griedels U15 fordert Deutschlands Floorball-Elite

Floorball Griedel lädt zum offenen Tryout für die Herrenmannschaft ein
26.05.2026
Floorball Griedel lädt zum offenen Tryout für die Herrenmannschaft ein
26.05.2026

Deutsche Meisterschaft ruft: Griedels U15 fordert Deutschlands Floorball-Elite

Hintere Reihe von links: Trainer Olof Dandanelle (Trainer), Luca Rößler, Noah Hoerschelmann, Jonas Halbe, Tim Nern und Dennis Wirl (Co-Trainer); vordere Reihe von links: Lauritz Kur, Maximilian Fritzschle, Goalies Lorenzo Rosenthal, Leopold Dechert, Manolo Berg, Sina Hoeg und Jaxon Richter

Wenn am kommenden Wochenende in Ingolstadt die besten Nachwuchsteams Deutschlands um den Titel kämpfen, ist auch Floorball Griedel mittendrin statt nur dabei. Der Hessenmeister hat sich mit einer starken Saison erstmals seit Jahren wieder für die Deutsche U15-Kleinfeldmeisterschaft qualifiziert – und reist dabei keineswegs nur als Außenseiter an. Denn die Wetterauer wissen bereits, wie sich eine Medaille auf nationaler Bühne anfühlt: Schon in der Vergangenheit sorgte Floorball Griedel mit dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft bundesweit für Aufmerksamkeit.

Nun wartet in Ingolstadt die nächste große Herausforderung. In Gruppe B treffen die Griedeler auf den TV Eiche Horn Bremen, den SC DHfK Leipzig grün und den TV Schriesheim – drei Gegner mit völlig unterschiedlichen Spielstilen und viel Qualität.

Zum Auftakt wartet mit Bremen direkt ein physisch starkes Team aus dem Norden. Die Hansestädter spielen aggressiv, suchen viele schnelle Abschlüsse und entwickeln enormen Druck über ihr Umschaltspiel. Besonders Spieler wie Niklas Schöl oder Finn Bunkowski prägen das intensive Offensivspiel. Der TV Eiche Horn Bremen gehört zu den traditionsreichen Mehrspartenvereinen der Hansestadt und steht seit Jahren für starke Nachwuchsarbeit.

Noch größer ist der Name des zweiten Gegners: SC DHfK Leipzig. Der traditionsreiche Leipziger Sportverein besitzt eine enorme Geschichte im deutschen Leistungssport. Vor allem der Bundesliga-Handball machte den Namen SC DHfK deutschlandweit bekannt. Genau diese professionelle Sportkultur spiegelt sich auch im Floorball wider. Die Leipziger gelten als technisch hervorragend ausgebildet, spielen extrem kombinationssicher und besitzen enorme Qualität im Umschaltspiel. Besonders Carl Anderson und Anton Dreßler sorgen regelmäßig für Gefahr. Viele Experten zählen Leipzig zu den stärksten Teams des Turniers.

Zum Abschluss der Vorrunde trifft Floorball Griedel auf den TV Schriesheim. Die Mannschaft von der Bergstraße gilt als unangenehm zu bespielen, überzeugt durch mannschaftliche Geschlossenheit und enorme Moral. Vor allem Richard Beeck, Felix Dietsche und Tom Heck prägen das Offensivspiel der Badener. Schriesheim steht dabei beispielhaft für kleinere Standorte, die sich mit konsequenter Nachwuchsarbeit bundesweit etabliert haben.

Doch auch Floorball Griedel reist mit viel Selbstvertrauen nach Bayern. Der Hessenmeister überzeugte in dieser Saison vor allem durch eine kompakte Defensive, aggressives Umschaltspiel und großen Teamgeist. Gerade auf dem Kleinfeld gelten Einsatzbereitschaft, Emotionen und mannschaftliche Geschlossenheit oft als entscheidende Faktoren.

„Die Deutsche Meisterschaft ist für unsere Jungs natürlich etwas ganz Besonderes. Viele Vereine dort kommen aus großen Floorball-Standorten mit Bundesliga-Bezug, Auswahlspielern und enormer Erfahrung auf nationaler Ebene. Aber wir haben in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass wir als Team unglaublich schwer zu bespielen sind“, erklärt Headcoach Olof Dandanelle vor dem Turnier.

Besonders wichtig werde laut Dandanelle der Umgang mit den unterschiedlichen Spielstilen der Gegner: „Bremen lebt extrem von Tempo und Momentum. Da dürfen wir uns nicht in wilde Spiele ziehen lassen. Leipzig ist taktisch und technisch wahrscheinlich eines der stärksten Teams im Turnier. Dort müssen wir vor allem die Mitte kontrollieren und dürfen ihnen keine schnellen Passfolgen erlauben. Und Schriesheim ist mental unglaublich unangenehm, weil sie nie aufgeben und nach Gegentoren oft direkt zurückkommen.“

Eine zusätzliche Herausforderung wird der Spielplan. Bereits am Samstag stehen für die Wetterauer gleich drei Vorrundenspiele an – darunter das letzte Spiel des Tages mit Anpfiff um 20 Uhr gegen Schriesheim. Gleichzeitig könnten bereits am Sonntagmorgen um 9 Uhr die ersten Platzierungs- oder Halbfinalspiele warten. Regeneration und Konzentration werden damit zum entscheidenden Faktor.

„Das wird brutal intensiv – körperlich und mental“, sagt Rau, Abteilungsleiter Floorball Griedel. „Die Regeneration zwischen den Spielen, Ernährung, Konzentration und Schlaf werden fast genauso wichtig wie das, was auf dem Feld passiert. Auf Kleinfeld können zwei schlechte Minuten ein komplettes Spiel drehen. Deshalb müssen wir emotional stabil bleiben – egal ob wir führen oder zurückliegen.“

Trotz der großen Namen der Konkurrenz sieht der Griedeler Headcoach durchaus Chancen für sein Team: „Wir fahren nicht nach Ingolstadt, um nur dabei zu sein. Unsere Jungs haben sich das über Monate hart erarbeitet. Wir wissen, dass wir Außenseiter sind, aber genau diese Rolle kann uns helfen. Wenn wir defensiv kompakt bleiben, unsere Umschaltmomente nutzen und als Mannschaft funktionieren, dann können wir dort wieder für eine Überraschung sorgen.“

Klar ist schon jetzt: Für Floorball Griedel wird die Deutsche Meisterschaft weit mehr als nur ein Turnier. Es ist die Chance, sich erneut mit den besten Nachwuchsteams Deutschlands zu messen – und vielleicht das nächste Kapitel der eigenen Erfolgsgeschichte zu schreiben.

 

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