Drei Spiele, drei Siege: Griedels U15 stürmt mit Tempo und Teamgeist zum Westtitel

Voller Einsatz, große Freude: Griedels U9 begeistert beim Heimspieltag – und die Kleinsten sorgen für Gänsehautmomente
26.04.2026
Voller Einsatz, große Freude: Griedels U9 begeistert beim Heimspieltag – und die Kleinsten sorgen für Gänsehautmomente
26.04.2026

Drei Spiele, drei Siege: Griedels U15 stürmt mit Tempo und Teamgeist zum Westtitel

Der Mainzer Goalie geschlagen. Richter trifft in den Winkel.

Mit drei Siegen aus drei Spielen und einer beeindruckenden Offensivleistung hat sich Floorball Griedel bei der DM-Qualifikation der U15 in der August-Storch-Halle eindrucksvoll durchgesetzt und sich als Westdeutscher Meister das Ticket zur Deutschen Meisterschaft in Ingolstadt gesichert. Dabei zeigte das Team nicht nur seine spielerische Qualität, sondern auch mentale Stabilität in entscheidenden Phasen eines intensiven, von hohem Tempo und direkten Duellen geprägten Hallensports.

Der Auftakt gegen die SSF Dragons Bonn begann strukturiert, aber keineswegs einseitig. Nach dem frühen 1:0 durch Luca Rößler, der einen Pass von Noah Hörschelmann im Slot verwertete (3:34), entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bonn glich aus, doch Griedel antwortete konsequent: Jonas Halbe traf nach kontrolliertem Aufbau zur erneuten Führung (10:27), ehe Jaxon Richter mit einem schnellen Abschluss im Umschaltspiel auf 3:1 erhöhte. Besonders prägend war die Phase Mitte der zweiten Hälfte: Nach dem zwischenzeitlichen 6:4 musste Griedel eine Unterzahl überstehen, blieb in der Box jedoch kompakt. In der Schlussphase sicherten Treffer von Rößler (14:51) und Hörschelmann (16:31) den 10:7-Erfolg, auch wenn Bonn bis zur letzten Sekunde Druck erzeugte .

Im zweiten Spiel gegen Floorball Mainz zeigte sich zunächst ein anderes Bild. Griedel geriet früh mit 0:2 in Rückstand und wirkte in der Anfangsphase ungeordnet. Doch die Reaktion folgte: Hörschelmann verkürzte auf 1:2 (9:54), und trotz eines weiteren Gegentreffers blieb das Team stabil. Entscheidend war die Schlussphase der ersten Hälfte: Innerhalb weniger Minuten drehten Halbe, Rößler und Fritschle das Spiel. Der Treffer zum 6:5 durch Halbe nach Vorlage von Rößler (18:03) markierte den Wendepunkt. In der zweiten Hälfte übernahm Griedel endgültig die Kontrolle, nutzte konsequent Räume im Umschaltspiel und baute die Führung durch präzise Abschlüsse weiter aus. Am Ende stand ein verdienter 12:8-Erfolg, der vor allem auf Effizienz im Abschluss und eine deutliche Leistungssteigerung zurückzuführen war .

Das abschließende Spiel gegen die Dümptener Füchse bestätigte die Dominanz des Teams. Bereits nach 35 Sekunden brachte Jonas Halbe Griedel in Führung, ehe Piet Sender nach Vorlage desselben Spielers auf 2:0 erhöhte (6:40). Besonders auffällig war die konsequente Nutzung von Ballgewinnen: Hörschelmann traf doppelt innerhalb weniger Sekunden zum 4:1 und 5:1 (15:56, 16:00). Auch nach der Pause blieb das Umschaltspiel der Schlüssel – Richter erhöhte unmittelbar nach Wiederanpfiff auf 6:2 (0:56), später sorgten Fritschle und Sender für klare Verhältnisse. Trotz einzelner Gegentreffer ließ Griedel keinen Zweifel mehr am Ausgang und gewann deutlich mit 11:6 .

In der Gesamtbetrachtung wird deutlich, warum Griedel dieses Turnier für sich entschied. Die Mannschaft kombinierte strukturiertes Defensivverhalten mit schnellem Umschaltspiel und hoher Abschlussqualität. Spieler wie Jonas Halbe als treffsicherer Kapitän, der laufstarke Jaxon Richter oder der technisch versierte und robuste Noah Hörschelmann prägten das Offensivspiel. Gleichzeitig überzeugte Luca Rößler als passsicherer Vorlagengeber, während Maximilian Fritschle mit Zweikampfstärke wichtige Akzente setzte. Auch Piet Sender brachte Übersicht ins Spiel, Sina Hög agierte kontrolliert in der Defensive, und Lauritz Kur fügte sich mit guten, kompakten Einsätzen ein. Tim Nern kam nach Verletzung dosiert zurück und setzte wichtige Impulse, ohne überbelastet zu werden. In entscheidenden Momenten war zudem auf die Torhüter Verlass: Besonders Manolo Berg hielt sein Team im Auftaktspiel mit wichtigen Paraden im Spiel, während Lorenzo Rosenthal im letzten Spiel gut agierte, trotz einer Zeitstrafe nach Bodenspiel.

„Ich bin extrem stolz auf die Jungs. Wie sie nach Rückständen zurückkommen, wie sie Lösungen finden und dabei als Team auftreten – das ist nicht selbstverständlich“, ordnete Headcoach Olof Dandanelle die Leistung ein. „Man hat heute gesehen, dass wir nicht nur individuell stark sind, sondern auch taktisch diszipliniert spielen können.“ Auch Assistant Coach Dennis Wirl unterstrich die Entwicklung der Mannschaft: „Die Art, wie wir unsere Matchpläne umgesetzt haben – gerade im Umschaltspiel und in der Defensive – zeigt, dass die Mannschaft bereit ist für die nächsten Schritte.“

Mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 33:21 sicherte sich Griedel souverän den ersten Platz . Damit reist das Team nun als Westdeutscher Meister zur Deutschen Meisterschaft, wo es sich mit den besten Mannschaften des Landes messen wird. Die gezeigten Leistungen lassen darauf schließen, dass Griedel auch dort eine konkurrenzfähige Rolle einnehmen kann.

Für den TSV im Einsatz: Jonas Halbe (K) (7 Tore, 8 Vorlagen, 1 Strafzeit), Noah Hörschelmann (9, 3, 0), Luca Rößler (5, 5, 0), Jaxon Richter (6, 2, 0), Maximilian Fritschle (3, 2, 0), Piet Sender (3, 0, 0), Sina Hög (0, 0, 0), Lauritz Kur (0, 0, 0), Tim Nern (0, 0, 0), Manolo Berg (T) (0, 2, 0), Lorenzo Rosenthal (T) (0, 0, 1)

 

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