Dramatik pur beim 6. Griedeler Entenrennen

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Dramatik pur beim 6. Griedeler Entenrennen

Die Griedeler Entenkönigin 2011, Tanja Müller, freut sich über den Entenpokal und die Flugreise von Neckermann für zwei Personen, links der 1. Vorsitzende des Handballfördervereines des TSV Griedel, Jürgen Weiß und rechts der 2. Vorsitzende und Moderator des Entenrennens, Marc-Olaf Kaiser.

Die Wetter ist den Lesern dieser Zeitung bekannt als gemächlich vor sich hin plätscherndes Flüsschen mit lauschigen Plätzen zum Spazierengehen, Grillen oder Spielen, um nur einige  ganz wenige der vielen Dinge zu nennen, die man an den Gestaden der Wetter tun kann. Wegen ihrer landschaftlichen Reize, besonders in und um Griedel, wurde sogar unser Landkreis nach ihr benannt. Einmal im Jahr verwandelt sich die Wetter jedoch in ein Tollhaus: wenn wieder das traditionelle Griedeler Entenrennen vor der Tür steht. Das erste Entenrennen überhaupt fand 1987 im kanadischen Ottawa statt, das bislang größte weltweit – mit sage und schreibe 250.000 Quietschentchen – am 31. August 2008 auf der Themse in London. In Griedel kamen erstmals 2006 Verantwortliche des TSV und seines Handballfördervereins auf die Idee, Plastikentchen auf der Wetter um die Wette schwimmen zu lassen. Seitdem hat sich das alljährliche Griedeler Entenrennen immer mehr zu einem der Highlights im heimischen Festkalender und zu einem Event gemausert, das Besucher von nah und fern anlockt.
Am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Um Punkt 13.00 Uhr gab Jürgen Weiß vom Handballförderverein des TSV Griedel zusammen mit Bürgermeister Michael Merle den Startschuss für die Rennen der Kindergärten und Schulklassen mit – wie stets – Fantasie- und liebevoll dekorierten Maxi-Enten, die von vielen Sponsoren, die Patenschaften übernommen hatten, gestiftet worden waren. Frenetische Anfeuerungsrufe der Kinder und Schüler begleiteten die Enten auf ihrem Weg, heimtückische Unterströmungen und Untiefen stellten ein ums andere Mal den Rennverlauf komplett auf den Kopf, manche beklagenswerte Ente geriet in Seenot und erlitt am Ufer Schiffbruch. Nach dramatischen Finish siegte die Selma-Lagerlöf-Schule aus Lich Alle teilnehmenden Kita-Gruppen und Schulklassen wurden mit einem prall gefüllten Sack voller Leckereien und einem Gutschein für ein vergnügliches, aber auch lehrreiches Event bedacht. Allen Sponsoren sei von Herzen gedankt. Der Dank des Handballfördervereins geht auch an Bürgermeister Michel Merle, der die Schirmherrschaft für das Entenrennen der Kindergartengruppen und der Grundschulklassen übernommen hat. Und nicht zuletzt dem Präsidenten des Hessischen Landtages Norbert Kartmann, der sich auch in diesem Jahr wieder freundlicherweise bereit erklärte, als Schirmherr der Veranstaltung zu fungieren und sie zu unterstützen. Der Landtagspräsident ist von Anfang an dabei und unterstützt damit seit vielen Jahren die engagierte Jugendarbeit des TSV Griedel. Um 16.00 Uhr eröffnete dann Norbert Kartmann mit einer freundlichen Ansprache zunächst den Vorlauf. Insgesamt 1160 „Entenaktien“ waren im Vorfeld verkauft worden, ebenso viele Plastikentchen gingen dementsprechend an den Start. Auch die „Aktionäre“, deren Enten nicht zu den glücklichen Gewinnern gehörten, sondern bereits im Vorrennen ausschieden, können sich mit dem Gedanken trösten, dass ihre Ausgabe einem guten Zweck dient, kommt doch der Reinerlös des Entenrennens wie jedes Jahr wieder in voller Höhe der Jugendarbeit des TSV Griedel zugute. Das Vorrennen und das packende Finale verliefen nicht minder dramatisch wie die der Kindergärten und Schulklasse. Versuche, mit Hilfe von Quietschentchen mit eingebauten ferngesteuerten Motoren den Rennverlauf zu beeinflussen (man munkelte, dass es für die Frankfurter Wettmafia um sehr viel Geld ging) waren nicht zu beobachten, sie wären auch an der steten Wachsamkeit der Organisatoren gescheitert. Zur diesjährigen „Entenkönigin“ gekürt wurde Tanja Müller aus Griedel, die überglücklich den 1. Preis entgegennahm, eine – wie immer – von Thomas Cook gestiftete einwöchige Reise in die Türkei für 2 Personen. Nur knapp geschlagen auf den 2. Platz kam die Ente von Jan Jason Hofmann, der sich über eine Infrarot Auflage im Wert von 700,00 Euro der Firma American Wellness freute. Den dritten Platz, prämiert mit einem Mountainbike von Fahrrad Meier, belegt Sina Dernedde aus Pohlheim. Wieder reicht der in diesem Bericht zur Verfügung stehende Raum kaum aus, um auch allen anderen Sponsoren zu danken, die sich um den Erfolg des diesjährigen Griedeler Entenrennens verdient gemacht hatten.

Im Einzelnen waren dies die Hauptsponsoren Gerhardt Bauzentrum aus Butzbach und American Wellness aus Berstadt, die Sponsoren: Zurich Bezirksdirektion von Kaiser&Rausch, go Fitness&Saunawelt, Calory Coach, Fahrschule Rösner, Möbelhof Orth, 02 in Gießen, Beautylounge Hautnah aus Bad Nauheim, Fahrrad Meier, Neckermann Reisen, AS Touristik, Teehandel Cha-Lo in  Bad Nauheim, Gaststätte „Zur Friedenslinde“, Bürklen Design, Elektro Zaiser in Bad Nauheim, Metallchemie, Kelterei Müller, Leica, HT Computer, Metzgerei Kopf, Foto Koch, Lotto-Tabak-Pressehaus Frömel, Optik Kronemann, Inge Kopf, Restaurant La Piazza,   Geschenkewunderland-Slossarek in Rockenberg, Gärtnerei Reuter aus Niederkleen, Walter Leister und natürlich stellte auch der ehemalige Europaabgeordnete Willi Görlach wieder einen Geldpreis zur Verfügung.

Allen sei herzlich gedankt, ohne die Sponsoren hätten die Organisatoren, das Griedeler Entenrennen in den letzten Jahren nicht zu so einem großen Erfolg führen können. Nicht genug gedankt werden kann auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich in ihrer Freizeit für einen guten Zweck engagieren. Zum Schluss gibt es allerdings noch etwas Betrübliches zu vermelden: Vogelschützer berichten, dass die „echten“ Enten auf der Wetter (die gibt es nämlich auch) dem ganzen Treiben recht verständnislos und irritiert zusahen. Sie können sich jetzt jedoch auf ein geruhsames Jahr freuen, bis es wieder heißt: auf zum Griedeler Entenrennen!