Rumpfkader zeigt Kämpferherz und Tempospiel

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Rumpfkader zeigt Kämpferherz und Tempospiel

Spielerin Griedel Juliane Alt links wird von Spielerin Goldstein Schwanheim Eva Wittchen gestoppt

Handball/Landesliga Frauen: Im Top-Spiel nur knapp unterlegen – Improvisation gefragt

(pls). Fünf Ausfällen getrotzt und nie aufgesteckt! In der Handball-Landesliga Mitte der Frauen unterlag der TSV Griedel am 15. Spieltag mit 24:29 (12:16) beim Tabellendritten HSG Eibelshausen/Ewersbach. Den Gästen fehlte in der mit 150 Zuschauern gut besuchten Holderberghalle in Eschenburg dabei der gesamte nominelle linke Rückraum. Zu den beiden angeschlagenen Anna Chiara Bock und Annette Siek, der verhinderten Sara Lobgesang (Urlaub) sowie Sophia Bock (Fingerbruch) am Kreis reihte sich am Spieltag noch die erkrankte Außen-Akteurin Nicole Gadek in die Ausfallliste ein. „Da haben wir dann ordentlich auf den Positionen durchmischen müssen. Fast jeder hat dabei nicht auf seiner angestammten Position gespielt. Zudem kam noch erschwerend dazu, dass wir bei den Feldspielerinnen nur eine Wechselmöglichkeit hatten“, sagte TSV-Trainer Henning See. Wenigstens kehrten Anna-Lena Knoop, Ann-Christin Hartmann und Top-Torschützin Anna Dietz zurück. Letztere gab der Abwehr die nötige Sicherheit. Im Vergleich zu den Personalsorgen bei den Gästen, konnte die gastgebende HSG aus dem Vollen schöpfen.

Manndeckung gegen Müller-Schwestern

Die Top-Spielerinnen der Heim-Sieben galt es unter Kontrolle zu halten und das gelang – angesichts der Umstände und der spielerischen Klasse von Jacqueline und Danielle Müller sowie Anita Azinovic aufseiten des Titelanwärters – über weite Strecken sehr gut. „Insgesamt haben wir es super gelöst. Gegen Jacqueline haben wir von Anfang an eine Manndeckung gespielt und gegen Danielle Müller ab der 15. Minute. Zu Beginn hatten wir noch Probleme, in die Partie zu finden“, merkte See an. Durch einen 4:0-Lauf erspielte sich die HSG eine Fünf-Tore-Führung – 9:4 (14.). „In einer Auszeit haben wir uns dann zusammengerafft und meine Spielerinnen haben signalisiert, dass wir trotz dünnem Kader das Tempospiel forcieren wollen“, erläuterte der Übungsleiter. Die Butzbacher Vorstädterinnen arbeiteten sich nach einem 6:13-Rückstand (21.) auf drei Treffer heran – 10:13 (26.).

„Nach dem Seitenwechsel gab es dann kurzzeitig Phasen, in denen wir durch zu viele technische Fehler den Gegner davonziehen ließen. Aber meine Mannschaft hat weiter an sich geglaubt und jederzeit auch den Weg nach vorne gesucht. Da muss ich dem Kollektiv ein besonders großes Lob attestieren“, zeigte sich See beeindruckt von dem Auftreten seiner neun Schützlinge. Nachdem Eibelshausen/Ewersbach die Tor-Diskrepanz ausgebaut hatte (28:19/54.), erspielte sich der TSV einen 4:0-Lauf und ging am Ende mit einer knappen Niederlage, aber einer großen Portion Selbstbewusstsein aus dem erweiterten Spitzenspiel.

TSV Griedel: Heller und Knoop im Tor, Erletz, Brück (3), Hartmann (3), Alt (5/1), Wawrzinek (1), Gros (3), Dietz (9).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Pickhardt/Schäfer (HSG Großen-Buseck/Beuern). – Zuschauer: 150. – Zeitstrafen: 2:0 Minuten. – Siebenmeter: 3/2:3/1.