Interview der Wetterauer Zeitung vor dem Derby

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Interview der Wetterauer Zeitung vor dem Derby

Derby-Time in Petterweil: In der Handball-Landesliga Mitte empfängt der TV Petterweil am Sonntag (18 Uhr) den TSV Griedel zum Duell am Sauerborn. Beide Teams befinden sich noch im Kampf um den Klassenerhalt – Spannung ist also garantiert. Im Vorfeld der Partie sprachen wir mit den beiden Trainern Ergün Sahin (Griedel) und Heiko Trinczek (Petterweil) über die bisherige Saison, die Stärken des Gegners und ihre Erwartungen für das Derby.

Wie fällt Ihr bisheriges Saisonfazit aus?

Sahin: Viele hätten es zu Beginn der Saison nicht für möglich gehalten, dass wir es überhaupt schaffen bis heute elf Punkte auf dem Konto zu haben. In der Hinrunde und in den Partien gegen Wetzlar und Dotzheim hat die Mannschaft gezeigt, dass sie im Stande ist in dieser Spielklasse auch gegen hochkarätige Gegner zu bestehen. Sicherlich nicht leicht für uns war, dass wir sieben Spiele hintereinander verloren haben. Das ist schwer aus den Köpfen zu bekommen. Zwar stehen wir nach wie vor mit dem Rücken zur Wand, die Mannschaft ist aber jetzt auf dem richtigen Weg und wird es mit Willen, Kampf und Teamgeist schaffen, die Landesliga zu halten.

Trinczek: Der bisherige Saisonverlauf ist für uns natürlich nicht zufriedenstellend und zudem auch ungewohnt für den TVP. Aus den vergangenen Jahren ist man von der Mannschaft anderes gewohnt. Betrachtet man allerdings die Umstände, den Trainerwechsel, den Generationswechsel innerhalb des Teams und die immensen Verletzungssorgen, liegt es auf der Hand, dass wir in dieser Saison nicht oben mitspielen. Fakt ist, dass uns wichtige Punkte aus den ersten Partien fehlen. Diese würden uns nun gut tun.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Derby? Ist es für Sie ein Spiel wie jedes andere?

Sahin: Wir müssen mit der richtigen Einstellung zu Werke gehen, um in Petterweil erfolgreich zu sein. Jeder meiner Spieler weiß, um was es im Derby geht. Wir werden nichts geschenkt bekommen, selbst aber auch keine Geschenke verteilen.

Trinczek: Derbys haben immer eine enorme Brisanz. In diesem Fall wirkt die Tabellensituation noch besonders. Beide Teams befinden sich nahe der Abstiegsplätze und wollen um jeden Preis punkten. Das garantiert in jedem Fall Spannung.

Wie gestaltet sich die Personalsituation im Hinblick auf das Derby?

Sahin: Mit Ziad Rejab und Michel Stolte, die wir schmerzlich vermisst haben, sind wieder zwei Leistungsträger in den Kader zurückgekommen. Dies eröffnet uns mehr taktische Möglichkeiten. Hinter Leo Görlach, der in Mannheim studiert, steht noch ein Fragezeichen.

Trinczek: Definitiv nicht mit an Bord sind Nico Lange und Max von Borstel, sowie die Langzeitverletzten Thorsten Koch und Alexander Kunkel.

Was sind aus Ihrer Sicht die Stärken des Gegners?

Sahin: Der TV Petterweil verfügt über eine körperlich starke Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern. Im Angriff zieht Martin Peschke die Fäden, Ralf Scherrer und Timm Weiss sind im Rückraum immer gefährlich und auf der Linksaußenposition spielt mit Pierre Lange der beste Torschütze der Petterweiler. Felix Schneider am Kreis dürfen wir auch nicht aus den Augen lassen. Hinter der Abwehr steht der sehr erfahrene Torhüter Helmut Michalke, der immer ein starker Rückhalt seiner Mannschaft ist.

Trinczek: Mit der Rückkehr von Ziad Rejab wird das ohnehin gefährliche Rückraumspiel der Griedeler nochmals verstärkt. Gerade durch seine Würfe aus dem Rückraum, seiner Übersicht und dem Binden mehrerer Abwehrspieler leistet er wichtige Arbeit für sein Team.

Das Hinspiel konnte der TVP denkbar knapp für sich entscheiden. Erwartet die Zuschauer erneut ein Duell auf Augenhöhe?

Sahin: Ich wünsche mir für die Zuschauer, dass beide Mannschaften eine spannende und faire Partie abliefern. Ob diese auf Augenhöhe stattfindet, werden wir sehen. 

Trinczek: Schon allein die Tabellensituation verspricht ein Spiel mit Kampf bis zur letzten Minute.