WSV Oppershofen zieht im Derby gegen den TSV Griedel den Kürzeren

TSV Griedel II siegt in Nieder-Mörlen gegen die HSG Mörlen III
23.10.2010
Handballtraining wieder in der August-Storch-Halle
25.10.2010

WSV Oppershofen zieht im Derby gegen den TSV Griedel den Kürzeren

In der Handball-Bezirksoberliga Gießen verlor der WSV Oppershofen am gestrigen Abend das zweite Wetterau-Derby in Folge. Im Heimduell gegen Nachbar TSV Griedel war dieser mit 27:26 (15:13) verdienter Sieger der Partie. „Die Griedeler haben mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht als wir.

Bei uns haperte es heute im Angriff, wir haben über 60 Minuten viel zu viele Hundertprozentige ausgelassen, um hier als Sieger vom Platz zu gehen“, berichtet WSV-Betreuer Manfred Merz. Während beim WSV neben den guten Torhütern Steffen Roth und Patrick Simon vor allem der zehnfache Torschütze Raphael Siegel – der allerdings viel zu oft auf sich allein gestellt war – Akzente setzte, wussten beim TSV Griedel der treffsichere Rechtsaußen Frederic Noll und der jeweils in den Anfangsphasen der beiden Halbzeiten stark aufspielende Artan Nuradini zu überzeugen. Matchwinner der Griedeler war jedoch Torhüter Uwe Bonn, der mit seinen guten Paraden wesentlichen Anteil am Sieg des TSV hatte. Im Spiel des WSV zeigten sich einige Parallelen zur Vorwoche, als der WSV bei der 30:33-Niederlage gegen die SU Nieder-Florstadt meist einem Rückstand hinterhergelaufen war. So auch an diesem Sonntagnachmittag – nach dem 2:2 (4.) gerieten die Gastgeber 2:4 (7.) ins Hintertreffen. Griedel behauptete fortan – abgesehen vom Oppershofener Ausgleich zum 8:8 (19.) die Führung und ging mit einem 15:13-Vorsprung in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte der TSV lange die Nase vorn, obwohl der WSV zwischenzeitlich auf 18:19 (38./Siegel) verkürzte. Schon kurz darauf waren die Griedeler beim 21:18 (40.) wieder deutlicher weg. In den letzten 20 Minuten konnte sich die Oppershofener Deckung dann erheblich steigern, zudem hatte Keeper Herbert Weil gehörigen Anteil daran, dass der WSV es noch einmal spannend machen konnte. Das 25:22 (51.) war die letzte deutliche Führung der Gäste, die in der 56. Minute den 25:25-Ausgleich des WSV hinnehmen mussten. Griedel legte jedoch wieder zum 26:25 vor und hatte auch auf das 26:26 (58./Exner) der abschlussschwachen Oppershofener eine Antwort: Zweimal ließ der WSV seine Chance zum Führungstor ungenutzt, ehe Moritz Bambey mit seinem ersten und einzigen Treffer in dieser Begegnung den Griedeler 27:26-Sieg markierte. Der WSV kam zwar noch einmal in Ballbesitz, doch auch der letzte Angriff der Hausherren blieb erfolglos.

„Für die Zuschauer war das ein packendes und spannendes Derby, aber für uns ist es schade, dass wir uns unseren guten Saisonstart mit zwei Heimniederlagen zunichte gemacht haben“, erklärte Manfred Merz, dessen Team nun 6:4 Punkte auf dem Konto hat. Der TSV Griedel ist mit diesem Sieg mit dem WSV gleichgezogen. Trainer Michael Zehner lobte besonders die Einstellung in der Griedeler Abwehr vor einem starken Uwe Bonn im Tor. Die Umstellung in der zweiten Spielhälfte auf eine 5:1 Abwehr machte den Oppershofener Rückraum um Raphael Siegel und Fabian Exner schwer zu schaffen und am Ende freute sich die Griedeler Mannschaft über den dritten Auswärtssieg in Folge.


WSV Oppershofen:
Steffen Roth und Herbert Weil im Tor, Bardo Raab (1), Tobias Kreuzer (1), Fabian Exner (6/2), Jonas Winkler, Raphael Siegel (10/1), Klaus Bergemann (3), Oliver Jung (4), Merten Mosch, Oliver Roth und Matthias Schulz.


TSV Griedel:
Andreas Pfaff (1.-16. Min.) und Uwe Bonn (17.-60. Min.), Artis Jansons (3), Jan Leister (3), Artan Nuradini (7/2), Moritz Bambey (1), Daniel Müller (2), Michel Stolte, Frederic Noll (5), Timm Weiß (5), Sören Asboe (1) und Christopher Kopf.


Im Stenogramm:
Schiedsrichter: Marco Kern und Sascha Schmidt (TV Mainzlar); Zeitstrafen: 8:6 Minuten; WSV Oppershofen: Kreuzer/zwei, Exner/zwei; TSV Griedel: Frederic Noll/zwei, Daniel Müller; rote Karten: ./.; Siebenmeter: 4/3 – 3/2; Zuschauer: 220