Die Konstellation der HH-Bezirksoberliga vor dem letzten Spieltag

Griedeler Torwart Uwe Bonn ist der Sieggarant im Spitzenspiel
23.04.2017
TSV Griedel empfängt zum Saisonabschluss die HSG Dilltal
28.04.2017

Die Konstellation der HH-Bezirksoberliga vor dem letzten Spieltag

Pressebericht von Lucas Mertsching für die Gießener Zeitungen:

Der Meisterschaftskampf in der Handball-Bezirksoberliga Gießen ist in der Saison 2016/17 so spannend wie in den letzten beiden Jahren nicht mehr. Vor dem 26. Spieltag stehen sich an der Tabellenspitze der TSV Griedel und die TSF Heuchelheim mit 40:10 Zählern punktgleich gegenüber. Aber auch im Tabellenkeller ist am Samstagabend – wenn alle Mannschaften im letzten Saisonspiel aufeinandertreffen – noch reichlich Bewegung möglich. Bereits sicher abgestiegen ist das Schlusslicht HSG Grünberg/Mücke, die im kommenden Jahr mit neuem Trainer und verjüngtem Kader einen Neuanfang in der A-Klasse probieren wird.

Der direkte Vergleich macht es möglich: Griedel zeigte sich in beiden Topspielen gegen die TSF aus Heuchelheim in glänzender Verfassung und hat mit den zwei Siegen den direkten Vergleich auf seiner Seite. Die TSF müssen daher am Samstagabend (19:30 Uhr / Sporthalle Heuchelheim) unbedingt das Heimspiel gegen den Dritten HSG Pohlheim III für sich entscheiden, um noch Chancen auf die Meisterschaft zu haben. „Wir wollen natürlich unbedingt gegen die HSG gewinnen. Das ist die ober Prämisse“, gibt TSF-Coach Peter Tietböhl den Weg vor. „Ich werde sicher meiner Mannschaft nicht sagen, dass uns die Relegation reicht.“ Den zweiten Tabellenrang, der für ein Relegationsspiel gegen den BOL-Zweiten aus dem Bezirk Wiesbaden-Frankfurt berechtigen wird, hat Heuchelheim aber bereits vor dem letzten Spieltag schon sicher. „Falls alles so abläuft, wie es die Tabelle vorgibt und Griedel sein Heimspiel gewinnen wird, dann steht nächste Woche für uns die Vorbereitung auf das Relegationsspiel gegen die TSG Eppstein an“, weiß Tietböhl, der für das Liga-Endspiel weiterhin auf Leistungsträger Sascha Hofmann verzichten muss.

Entscheidend wird am Samstagabend sein, wie die HSG Dilltal, als momentaner Tabellenvorletzter ihr Auswärtsspiel beim Tabellenführer Griedel (Sa. 19:30 / Sporthalle Butzbach) angehen wird. Dilltal-Coach Peter Küster geht davon aus, dass die Zuschauer eine spannende  Partie zu erwarten haben: „Griedel ist natürlich heiß und will die Meisterschaft. Aber wir rechnen uns trotzdem etwas aus, zumal wir gegen den TSV in der Vergangenheit nicht schlecht gespielt haben.“ Sein Gegenüber TSV-Trainer Wilfried Siegmund sieht das ähnlich: „Dilltal kann uns zumindest – wenn sie ihr Leistungspotential abrufen – in die Relegation zwingen. Das Hinspiel hat gezeigt, dass wir nur mit einer kompakten Deckung und einem guten Torwart erfolgreich sein können. Wir wollen die Relegation natürlich vermeiden und im letzten Spiel alles klar machen.“

Allerdings trügt momentan noch der Blick auf den Tabellenkeller, denn nach dem Saisonende am Samstag wird der TSV Södel definitiv in der Wertung weiter nach unten gereicht. Den Wetterauern werden insgesamt vier Punkte wegen fehlender Schiedsrichter abgezogen. „Das Ding ist für uns durch. Nach der Tabelle haben wir keinerlei Chance mehr auf den zwölften Tabellenrang“, erklärt Södel-Coach Sven Tauber. Damit hätten die HSG Dilltal und der TV Wetzlar die Klasse sicher gehalten. Für den TSV Södel dürfte in der Folge das anstehende Relegationsspiel des Liga-Zweiten interessant werden. Denn rücken Griedel und Heuchelheim beide geschlossen in die Landesliga, steht auch für Södel ein Relegationsspiel gegen den zweiten der Gießener A-Klasse an. Gibt es hingegen nur einen Aufsteiger, ist der TSV Södel zusammen mit der HSG Grünberg/Mücke direkt abgestiegen