Griedel legt einen 10:0-Lauf hin

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Griedel legt einen 10:0-Lauf hin

TSV  Griedel macht beim 27:16 (13:10)-Sieg beim WSV Oppershofen aus einem 14:12 (38.) ein 24:12 (52.)

Die fünfte deutliche Niederlage in Folge kassierte der WSV Oppershofen in der Handball-Bezirksoberliga am Sonntag im Derby gegen den TSV Griedel. 27:16 (13:10) hieß es am Ende für den Tabellenzweiten, der seine gute Position damit ebenso festigte wie der Gastgeber seine schwierige Lage auf dem vorletzten Platz der Tabelle. „Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Uns hat die Disziplin gefehlt, wir hatten viel zu viel verschossene Bälle ohne Vorbereitung“, erklärte der enttäuschte WSV-Trainer Samir Muratoglu, während sein Gegenüber Dragoslav Dajovic sehr zufrieden war. „In der zweiten Halbzeit haben wir nur noch sechs Gegentore kassiert, das war eine optimale Abwehrarbeit.“

Griedel legte in der nur von einem Schiedsrichter geleiteten Partie gleich ein 3:0 vor (4.) und setzte sich nach dem 2:3 (6.) mit vier Toren in Folge auf 7:2 (14.) ab. Nach dem 11:6 für die Gäste kam Oppershofen durch Raab und Heller wieder auf 8:11 heran (26.) und lag auch zur Pause nur mit 10:13 hinten, wobei drei durch Fehlpässe und einen Fehlwurf vergebene Tempogegenstöße ein noch besseres Resultat verhinderten. „Kompliment an Oppershofen, wie sie nach dem klaren Rückstand wieder aufgeholt haben“, lobte Dragoslav Dajovic die Moral des Gegners.

Viel Lob verdiente sich der WSV nach der Pause aber nicht mehr. Beim 11:13 durch Klaus Bergemann und beim 12:14 durch Merten Mosch (38.) kam Oppershofen zwar noch zweimal auf zwei Tore heran, was auch an starken Szenen von Keeper Niklas Rettig lag. Dann aber begann eine dunkle Viertelstunde für die Gastgeber. 15 Minuten lang gelang kein Treffer mehr, während Griedel zehnmal in Folge traf. Sandro Krüger krönte den 10:0-Lauf gegen den nun längst geschlagenen Derby-Rivalen mit seinem Treffer zum 24:12 (52.). Julian Muth (53.) und Oliver Roth beendeten die Torflaute der Gastgeber und verkürzten auf 14:24 (54.), am Ende hieß es völlig verdient 27:16 für den TSV Griedel. Dessen Mannschaftsverantwortlicher Jürgen Weiß verwies berechtigterweise auf die bessere Fitness als einen der Gründe für den klaren Sieg, Trainer „Drago“ Dajovic lobte Torwart Marco Pajung und die ansonsten geschlossene Mannschaftsleistung. WSV-Trainer Samir Muratoglu meinte im Hinblick auf die nächste Aufgabe: „Wir müssen die Ruhe bewahren und die Abwehr stabilisieren.“ Am kommenden Sonntag gastiert Oppershofen um 17.30 Uhr bei den TSF Heuchelheim, während der TSV Griedel seine gute Ausgangsposition bereits am Samstag um 19.30 Uhr mit einem Heimsieg im nächsten Derby gegen die HSG Münzenberg/Gambach ausbauen möchte.

WSV Oppershofen: Steffen Roth, Niklas Rettig und Maurice Krüger im Tor, Bardo Raab (1), Yannik Kreuzer, Jonas Heinze, Frederic Noll,  Steffen Mosch (1), Julian Muth (1), Oliver Roth (1), Merten Mosch (2), Klaus Bergemann (4), Florian Heller (6/5) und Benedikt Witzenberger.

TSV Griedel: Uwe Bonn und Marco Pajung im Tor, Timm Weiß (3), Björn Scheurich (5), Artan Nuradini (1), Simon Lingenberg, Lukas Kipp (9/5), Sebastian Dietz, Sandro Krüger (4), Constantin Jantos (3) und Michel Stolte (2).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Maximilian Kunze (Gießen). – Zuschauer: 150. – Zeitstrafen:  6:4 Minuten (WSV: Merten Mosch/2, Steffen Roth – TSV: Scheurich, Nuradini). – Siebenmeter: 5/5 – 5/5.