Trainer Sahin sprach mit der Wetterauer Zeitung über die abgelaufene Saison

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Trainer Sahin sprach mit der Wetterauer Zeitung über die abgelaufene Saison

Im Lager des TSV Griedel richten sich am letzten Spieltag der Handball-Landesliga Mitte alle Blicke auf das Gastspiel der TSG Eddersheim in der Niddahalle in Frankfurt-Nied am heutigen Samstag (17 Uhr). Mit einem Sieg über das Tabellenschlusslicht könnte die gastgebende SG Nied die spielfreien Griedeler im Gesamtklassement noch überholen, die damit auf einen Abstiegsplatz rutschen würden. Vor dem Rundenende hat WZ-Mitarbeiter Sascha Kungl mit Trainer Ergün Sahin über das spannende Saisonfinale, sowie die Spielzeit 2013/14 im Allgemeinen gesprochen.

Herr Sahin, wie ist die Saison 2013/14 aus Ihrer Sicht verlaufen?

Ergün Sahin: Wir sind nach dem Aufstieg sehr optimistisch an die Saison heran gegangen, wenngleich uns allen bewusst war, dass es sehr schwer werden wird, mit einer so jungen Mannschaft die Landesliga zu halten – auch wenn ich immer noch daran glaube, dass wir dieses Vorhaben noch schaffen. Die Vorrunde von September bis Dezember ist sehr gut verlaufen – viele Fachleute glaubten nicht, dass wir so viele Punkte holen würden. Bis auf die beiden Partien gegen Wetzlar und Dotzheim, Mannschaften die spielerisch und personell sehr gut aufgestellt sind, konnten wir gegen die Konkurrenz durchaus mithalten. In vielen Spielen sind wir an uns selbst gescheitert, oft fehlte der Mannschaft die Cleverness, um in den entscheidenden Momenten den Sack zu zumachen, in manchen Spielen haben wir leichtfertig Punkte verschenkt, weil die richtige Einstellung bei dem einen anderen Spieler für die Aufgabe Landesliga fehlte. Gerade in der Rückrunde habe ich mir natürlich mehr erhofft. Zum Start in Eddersheim fehlte die Leidenschaft. Wenn man sich unsere Heimspiele ansieht erkennt man, was für ein Potenzial in dieser jungen Mannschaft steckt.

Sind Sie alles in allem zufrieden mit dem Abschneiden in der vergangenen Saison?

Ergün Sahin: Bis auf die zweite Halbzeit vom letzten Heimspiel bin ich zufrieden. Wir hätten es ingesamt sicherlich einfacher haben können. Wenn ich zum Beispiel auf das Gastspiel in Petterweil zurückblicke, als wir in der 47. Minute mit fünf Toren in Führung lagen, dann zahlreiche Chancen liegen lassen und am Ende mit leeren Händen dastehen – und das war nicht nur in Petterweil so.

Sie haben die fehlende Cleverness Ihrer jungen Mannschaft angesprochen, was waren außerdem die Gründe dafür, dass man jetzt in der Situation ist, um den Klassenerhalt zittern zu müssen?

Ergün Sahin: Natürlich hat uns Routinier Ziad Rejab mit seinen überragenden Fähigkeiten gefehlt, der sechs Wochen lang verletzt war. Aber in dieser Phase hat Ziad den Jungs gezeigt, mit welchem Eifer er an seinem Comeback gearbeitet hat. Das war vorbildlich und eindrucksvoll. Gerade unsere jungen Spieler müssen heiß darauf sein, in der Landesliga spielen zu dürfen. In Griedel bekommen viele junge Spieler die Möglichkeit dazu. Ich würde mir wünschen, dass jeder seine Chance auch nutzt, im Training hart arbeitet und den Willen zeigt, Spiele zu gewinnen. Im letzten Spiel hatten wir die Chance, vor unseren eigenen Zuschauern den Klassenerhalt klar zu machen und die Saison für unsere Verhältnisse perfekt abzuschließen. Dies ist uns leider nicht gelungen. Einige Spieler müssen sich die Frage stellen, ob sie genug Leidenschaft, Aggressivität, Kampf und Willen gezeigt haben.   

Wie verfolgen Sie das entscheidende Spiel der SG Nied gegen die TSG Eddersheim am heutigen Abend?

Ergün Sahin: Wir schauen mit großem Interesse nach Nied und wünschen uns natürlich, dass Eddersheim gewinnt.