Das 7. Griedeler Entenrennen fand bei tropischen Temperaturen statt

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Das 7. Griedeler Entenrennen fand bei tropischen Temperaturen statt

Der Gedanke, Plastikenten nicht nur in der Badewanne schwimmen zu lassen, sondern mit ihnen auf einem fließenden Gewässer vor großem Publikum Rennen zu veranstalten, wurde zugegebenermaßen nicht in Griedel geboren. Dort fiel er jedoch schon 2006 auf so fruchtbaren Boden, dass sich seitdem das alljährliche Griedeler Entenrennen zu einem Anziehungspunkt für Besucher von nah und fern und zu einem der Highlights im heimatlichen Festkalender entwickelt hat.

Die Wetter ist den Lesern dieser Zeitung bekannt als gemächlich vor sich hin plätscherndes Flüsschen mit lauschigen Plätzen zum Spazierengehen. Einmal im Jahr verwandelt sich die Wetter jedoch in ein Tollhaus: wenn wieder das traditionelle Griedeler Entenrennen vor der Tür steht. Das erste Entenrennen überhaupt fand 1987 im kanadischen Ottawa statt, das bislang größte weltweit – mit sage und schreibe 250.000 Quietschentchen – am 31. August 2008 auf der Themse in London. In Griedel kamen erstmals 2006 Verantwortliche des TSV Griedel und seines Handballfördervereins auf die Idee, Plastikentchen auf der Wetter um die Wette schwimmen zu lassen. Durch den strahlenden Sonnenschein am Sonntag verbunden mit den tropischen Temperaturen hatten sich wieder einmal zahlreiche Besucher an der Wetter, im „Mekka“ des Entenrennensports eingefunden. Am Sonntag um 11.30 Uhr gab Jürgen Weiß vom Handballförderverein des TSV Griedel zusammen mit Bürgermeister Michael Merle den Startschuss für die Rennen der Kindergärten und Schulklassen mit – wie stets – Fantasie- und liebevoll dekorierten Maxi-Enten, die von vielen Sponsoren, die Patenschaften übernommen hatten, gestiftet worden waren. Die Kinder und Schüler feuerten ihre Enten auf ihrem Weg ins Ziel lautstark an. Die heimtückischen Unterströmungen und Untiefen in der Wetter stellten ein ums andere Mal den Rennverlauf komplett auf den Kopf. Nach einem dramatischen Finish siegte der Kindergarten Löwenzahn aus Niederkleen Alle teilnehmenden Kita-Gruppen und Schulklassen wurden mit einer gefüllten Tasche voller Leckereien und einem Gutschein für ein vergnügliches, aber auch lehrreiches Event bedacht. Allen Sponsoren sei von Herzen gedankt. Der Dank des Handballfördervereins geht auch an Bürgermeister Michel Merle, der die Schirmherrschaft für das Entenrennen der Kindergartengruppen und der Grundschulklassen übernommen hat. Und nicht zuletzt dem Präsidenten des Hessischen Landtages Norbert Kartmann, der sich auch in diesem Jahr wieder freundlicherweise bereit erklärte, als Schirmherr der Veranstaltung zu fungieren und sie zu unterstützen. Der Landtagspräsident ist von Anfang an dabei und unterstützt damit seit vielen Jahren die engagierte Jugendarbeit des TSV Griedel. Um 14.30 Uhr startete dann Landtagspräsident Norbert Kartmann mit einer freundlichen Ansprache das Hauptrennen. Insgesamt über 1000 „Entenaktien“ waren im Vorfeld verkauft worden, ebenso viele Plastikentchen gingen dementsprechend an den Start. Auch die „Aktionäre“, deren Enten nicht zu den glücklichen Gewinnern gehörten, sondern bereits im Vorrennen ausschieden, können sich mit dem Gedanken trösten, dass ihre Ausgabe einem guten Zweck dient, kommt doch der Reinerlös des Entenrennens wie jedes Jahr wieder in voller Höhe der Jugendarbeit des TSV Griedel zugute. Zum ersten Mal berichtete der Moderator des Griedeler Entenrennens, Marc-Olaf Kaiser, im wahrsten Sinne des Wortes, direkt von der Rennstrecke. Auf seinem Krokodil schwamm er in der Wetter und befand sich jederzeit auf Augenhöhe mit den Enten. Durch die niedrige Fließgeschwindigkeit der Wetter blieben die Enten eng beieinander und es kam zu einem spannenden Finish. Zum diesjährigen „Entenkönig“ gekürt wurde Lothar Adami aus Griedel, der überglücklich den 1. Preis entgegennahm, eine von AS Touristik gestiftete einwöchige Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer für 2 Personen und zwei Kinder bis zum 18. Lebensjahr. Nur knapp geschlagen auf den 2. Platz kam die Ente von David Siegel, der sich über ein Mountainbike von Fahrrad Meier freuen konnte. Auf den dritten Platz kam Sally Luh aus Griedel und gewann einen Gutschein des Hauptsponsors INcap. 4. Platz: Lia Reusch (Gutschein von INcap); 5. Platz: Markus Zorn (Gutschein von INcap); 6. Platz:  Kristin Hofmann (Satz Winter- oder Sommerreifen von First Stop); 7. Platz:  Jan Jason Hofmann (Städtereise nach Berlin von AS Touristik); 8. Platz: Julian Mandler (2 VIP Karten von First Stop für ein Heimspiel des EC Bad Nauheim); 9. Platz: Milo Slossarek (2 VIP Karten von First Stop für ein Heimspiel des EC Bad Nauheim); 10. Platz: Tanja Müller, die Griedeler Entenkönigin von 2011 gewann einen ½ Jahresgutschein von Calory Coach. Wieder reicht der in diesem Bericht zur Verfügung stehende Raum kaum aus, um auch allen anderen Sponsoren zu danken, die sich um den Erfolg des diesjährigen Griedeler Entenrennens verdient gemacht hatten. Im Einzelnen waren dies die Hauptsponsoren Gerhardt Bauzentrum aus Butzbach und INcap aus Berstadt, die Premiumsponsoren AS Touristik und Fahrrad Meier und folgende Sponsoren: Zurich Bezirksdirektion von Kaiser&Rausch, go Fitness&Saunawelt, Restaurant Krone in Bad Nauheim, Metzgerei Michel-Weitzel aus Steinfurt, Pizzeria di Spagna in Bad Nauheim,  Calory Coach, Fahrschule Rösner, Möbelhof Orth, 02 in Gießen,  Volksbank Butzbach, Sparkasse Oberhessen, Gaststätte „Zur Friedenslinde“, Bürklen Design, Metallchemie, Restaurant El Sol in Bad Nauheim, Restaurant Rossbrunnen, Küchenstudio Weckler aus Rockenberg Kelterei Müller, Leica, HT Computer, Metzgerei Kopf, Lotto-Tabak-Pressehaus Frömel, Optik Kronemann, Restaurant La Piazza, Geschenkewunderland-Slossarek in Rockenberg, Gärtnerei Reuter aus Niederkleen, Walter Leister und natürlich stellte auch der ehemalige Europaabgeordnete Willi Görlach wieder einen Geldpreis zur Verfügung. Allen sei herzlich gedankt, ohne die Sponsoren hätten die Organisatoren, das Griedeler Entenrennen in den letzten Jahren nicht zu so einem großen Erfolg führen können. Nicht genug gedankt werden kann auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich in ihrer Freizeit für einen guten Zweck engagieren. Die Besucher des Entenrennens konnten auch mit dem befriedigenden Gefühl nach Hause gehen, etwas für die Jugendarbeit getan zu haben, kommen doch die Erlöse des Entenrennens der Jugendabteilung des TSV Griedel zugute. Die „echten“ Enten, die auf der Wetter beheimatet sind, haben jetzt wieder ein geruhsames Jahr vor sich, bis es wieder heißt: auf zum Griedeler Entenrennen!