TSV Griedel ermöglicht der HSG Kleenheim II den 1. Sieg

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TSV Griedel ermöglicht der HSG Kleenheim II den 1. Sieg

TSV Griedel unterliegt am Freitagabend in der HH-Bezirksoberliga bei der HSG Kleenheim II mit 25.27 (15:13) Toren. Von der Anfangsphase abgesehen, wo Kleenheim nach sechs Minuten mit 5:2 führte, konnte Griedel über weite Strecken einen Vorsprung halten. Zur Pause führte der TSV Griedel mit 15:13 Toren und war auch noch beim 24:22 vorne. In den letzten Minuten gab Griedel, bedingt durch zwei berechtigte rote Karten gegen Artis Jansons und Frederic Noll sowie Probleme im Angriffsspiel, das Spiel noch aus der Hand und ermöglichte der HSG Kleenheim den ersten Saisonsieg.

Schlusslicht SG Kleenheim II feiert ersten Saisonsieg / Beim 27:25 (13:15)-Heimsieg über den TSV Griedel in den Schlussminuten glücklichen Erfolg sichergestellt / Unterstützung bei den Gastgebern aus der Oberligamannschaft

War das eine Freude im Kleenheimer Lager! Im vorgezogenen Meisterschaftsspiel des elften Spieltags in der Handball-Bezirksoberliga der Männer feierte am Freitag Abend Schlusslicht SG Kleenheim II beim 27:25 (13:15)-Erfolg vor nicht einmal 70 Zuschauern in der Oberkleener Weidig-Sporthalle den viel umjubelten ersten Saisonsieg. Der erste doppelte Punktgewinn der Kleenheimer kam zudem recht glücklich zustande und war auch auf die Unterstützung der Oberligaspieler Florian Eisenhardt (6) und Tim Hanika (3) sowie auf den bereits letzte Woche reaktivierten defensivstarken Markus Häuser zurückzuführen. In einer hektischen Partie gab es drei rote Karten – gegen den Kleenheimer Hanika (48.) sowie die Griedeler Jansons (48.) und Noll (51.) – allerdings alle drei ohne Folgen! Die Gäste hatten über weite Strecken Vorteile, hatten die bessere Spielanlage, waren stärker im 1:1-Verhalten und waren die spielerisch bessere Mannschaft. Dagegen erzwang die Kleenheimer „Zweite“ regelrecht das Glück und kam nach bislang einem Unentschieden zum ersten Punktepaar in der neuen Saison. Kleenheim legte eine 5:2-Führung (7./Florian Eisenhardt) vor, lag aber über 7:5 (11./Ulf Krug) beim 10:11 (22.) durch Dorian Blume nach dem 0:1 (Nuradini-Siebenmeter) erneut im Hintertreffen. Bis zum Pausenpfiff konnte sich die Mannschaft um Trainer Michael Zehner auf 15:13 absetzen, wobei Artan Nuradini mit seinem einzigen Feldtor erfolgreich war.

Nach dem Wechsel holten sich die Kleenheimer beim 16:15 (33.) durch Philipp Dietz nach drei Treffern in weniger als drei Minuten die Führung zurück. Doch es bleib spannend und Griedel schien bei einer 21:18-Führung (41.) durch Frederic Noll auf einem guten Weg zum Auswärtssieg zu sein. Kleenheim II kämpfte unverdrossen weiter und konnte beim 21:21 (49.) durch Johannes Biermann, der nach seiner Verletzung allmählich wieder in Schwung kommt, ausgleichen. Mit einem Flachwurf schaffte Biermann auch das 22:22 (51.). Dann brachte Christopher Kopf mit zwei verwandelten Siebenmeter den TSV Griedel mit 24:22 (54.) scheinbar auf die Siegerstraße. Das war der Moment, in dem die Kleenheimer auf eine 5:1-Abwehr umstellten und damit den Grundstein für den Sieg legten. Mit einem spektakulären 5:1-Tore-Lauf in den letzten sechs Minuten drehte Kleenheim II die Partie komplett. Kopfs dritter Siebenmetertreffer zum 25:26 (60.)-Anschluss für die Gäste sorgte für Hochspannung, ehe Kleenheim II nach einer Auszeit fünf Sekunden vor Ende durch Florian Eisenhardt (der Ball klatschte vom Pfosten ins Tor) von Rechtsaußen den viel umjubelten 27:25-Sieg perfekt machte und damit den Anschluss an das hintere Mittelfeld herstellte.

Griedels Trainer Michael Zehner musste erneut auf die verletzten Dirk Boller, Sebastian Tazelaar und Michael Stolte verzichten, dennoch konnte Griedel über weite Strecken mit gut vorgetragenen Angriffskombinationen und –konzepten durchaus überzeugen. „Bei uns überwiegt erst einmal die Freude über den ersten Saisonsieg“, sagte Kleenheims Co-Trainer Tim Strassheim. „Wir wissen, dass wir uns bei der ersten Mannschaft bedanken müssen, dass Tim Hanika und Florian Eisenhardt wieder erstmals gespielt haben“, erläuterte der Kleenheimer Co-Trainer weiter. „Der Schlüssel zum Erfolg war die Umstellung auf eine 5:1-Deckung am Schluss, wir haben nach dem 22:24 nur noch ein Gegentor zugelassen und noch fünf erzielt“, machte Strassheim deutlich. Ganz wichtig war auch, dass für die Schlussviertelstunde der abwehrstarke Markus Häuser auf dem Spielberichtsbogen nachgetragen wurde und die Abwehr wieder enorm stabilisierte. „Wir hatten natürlich so unsere Probleme mit Artis Jansons, der hat geschickt Zeitstrafen und Siebenmeter gezogen, Artan Nuradini hatten wir gut im Griff“, kommentierte der Kleenheimer Co-Trainer, der sich auch hocherfreut mit Trainer Philipp Michel darüber zeigte, das Johannes Biermann nach seiner Sperre und Verletzung „wieder im Kommen ist“. „Die glücklicher Mannschaft hat heute gewonnen“, brachte es Tim Strassheim auf den Punkt.

SG Kleenheim II: Björn Finholdt und Rene Krauß im Tor, Christian Häuser (4/4), Björn Klein (2), Philipp Dietz (1), Kai Klein, Axel Hoyer (2), Marius Reusch (3), Jonas Löffler, Ulf Krug (2), Häuser, Johannes Biermann (4), Eisenhardt (6) und Hanika (3).

TSV Griedel: Uwe Bonn, Andreas Pfaff im Tor, Artis Jansons (3), Daniel Müller (2), Christopher Kopf (3/3), Timm Weiß (3), Sören Asboe, Moritz Bambey, Jan Leister (7/4), Artan Nuradini (2/1), Fredric Noll (3), Dorian Blume (2) und Simon Lingenberg.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Udo Traute und Frank Huhn (TV Biedenkopf)); Zeitstrafen: 10:6 Minuten; HSG Kleenheim: Hoyer/zwei, Björn Klein/zwei, Löffler; TSV Griedel: Jansons, Müller, Weiß; rote Karte: HSG: Hanika 47.55 Min. (Disqualifikation); TSV: Jansons 47.55 Min. (Disqualifikation) und Noll 50.03 Min. (Disqualifikation) Siebenmeter: 4/3 – 10/8; Zuschauer: 70