Die Wetterauer Zeitung führte ein Interview mit Timm Weiß

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Die Wetterauer Zeitung führte ein Interview mit Timm Weiß

Wetterauer Zeitung: Die Jugendarbeit ist dem TSV Griedel besonders wichtig. Nachdem in den vergangenen Jahren viele externe Spieler beim besten Klub aus Butzbach gespielt hatten, baut das Team in dieser Saison vermehrt auf Eigengewächse. Eines dieser Talente ist der 24- jährige Timm Weiß, der seit seinem fünften Lebensjahr bei seinem Heimatklub mitmischt und alle Jugendmannschaften, die in der Landesliga und Oberliga spielten, durchlaufen hat. Der IT-Systemkaufmann spricht gegenüber der WZ über die neue Saison.

WZ: Timm Weiß, die Saison steht kurz bevor. Wie sehr freuen Sie sich auf die neue Runde und wo kann ihrer Meinung nach der TSV Griedel landen?

Nach der langen Vorbereitung, freut man sich natürlich, dass es endlich wieder los geht. Ganz besonders freue ich mich auf unsere jungen Wilden. Jeder von Ihnen ist in der Vorbereitung sehr engagiert zu Werke gegangen. Genau so freue ich mich auch auf unsere Fans, die uns schon im letzten Jahr immer wieder lautstark unterstützt haben.  Auch wenn es mal nicht so lief, wie geplant.  Die kommende Runde wird sehr schwer werden. Wenn wir einen guten Tag erwischen, dann können wir mit den Top Teams mithalten, für wie viel es an einem schlechten Tag reicht, das bleibt abzuwarten. Wir sind eine sehr junge Mannschaft, da liegt es in der Natur der Sache, dass wir nicht nur gute Tage erleben werden. Ziel ist es, so viele gute Tage, wie möglich, zu haben. Für die erste Hälfte der Saison heißt das, wir müssen uns im Mittelfeld festsetzen. Jeder in der Mannschaft von den Jüngsten bis hin zu den Oldies ist sich der Ziele bewusst und wird alles dafür geben, diese zu erreichen. 

WZ:  Griedel galt in den vergangenen Jahren immer als Talentschmiede.

Der TSV Griedel hat in den letzten knapp 20 Jahren sehr gute Arbeit im Jugendbereich geleistet. Die ersten Früchte dieser Arbeit sind in den Aktiven angekommen. Manche schon etwas reifer andere ganz frisch. Ich freue mich über jeden, der Dank seines Engagements, den direkten Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat. Aber auch in der zweiten Mannschaft sind gute Handballer vertreten. Diese Spieler schielen natürlich auch mit einem Auge auf die erste Mannschaft und werden sich immer wieder versuchen anzubieten. So entsteht ein gesunder Konkurrenzkampf der im optimalen Fall die Leistungen beider Mannschaften steigert. Die Qualität unserer zweiten Mannschaft und der Jugendarbeit lässt sich durch die jüngsten Abgänge zweier Spieler belegen. Einer wechselte in die BOL der Andere sogar in die Oberliga.

WZ: Ist der Zusammenhalt innerhalb des Teams wieder ein fester Bestandteil der Vereinsphilosophie?

Der Zusammenhalt im Team war schon immer ein fester Bestandteil.  Auch wenn wir in den letzten Jahren nicht den erwarteten Erfolg hatten, so waren wir immer ein gutes Team. In der kommenden Saison werden 11 Spieler im Kader der ersten Mannschaft des TSV Griedel spielen, die auch in Griedel das Handball spielen erlernt haben. Überwiegend Spieler von 18 bis 25 Jahren. Ein einziger mit 34 Jahren. Anhand dessen wird auch deutlich warum wir in den letzten Jahren viele Spieler von außerhalb in unseren Reihen hatten und auch noch ein paar Spieler haben. Ich finde es erstaunlich mit welchem Einsatz und Leidenschaft sich auch die Spieler reinhängen die noch nicht ihr ganzes Leben in Griedel Handball spielen. Man ist aber nirgends perfekt, so werden wir auch versuchen in dem Punkt Zusammenhalt noch besser zu werden.

WZ: Die Bezirksoberliga wird von vielen Handballfreunden als die Stärkste der letzten Jahren eingestuft. Sehen sie das genauso? Wer mischt um den Aufstieg mit?
 
Das hört man immer wieder. Seitdem ich aktiv in der BOL spiele, heißt es, die BOL Gießen ist stärker einzuschätzen wie die BOL in Frankfurt oder in Wiesbaden. Ob Sie dieses Jahr ganz besonders stark ist, wird sich erst im Laufe der Runde zeigen. Aufsteigen wollen viele Mannschaften. Mal ganz ehrlich, wenn man irgendwo antritt, dann möchte man auch gewinnen. Ob es realistisch ist oder nicht. Keiner spielt irgendwo mit, um zu verlieren. Von daher würde jeder gerne mitmischen. Realistisch gesehen, schätze ich die MSG  Linden (Absteiger aus der LL, der sich sehr gut verstärkt hat) und die SG Rechtenbach (die wollen es anscheinend dieses Jahr wissen) sowie die HSG Langgöns/Dornholzhausen (kontinuierliche Entwicklung in den letzten Jahren,) sehr stark ein.

WZ: Was sind ihrer Meinung nach die größten Stärken, die den TSV Griedel in der kommenden Runde auszeichnen werden?

Wir sind konditionell fit und können eine hohe Leistungsdichte aufweisen. Fast jede Position kann von der Bank ersetzt werden, ohne dass die Qualität der Mannschaft sinkt. Unsere beste Waffe ist unser Wille und unser Glaube an uns selbst und vor allem an unseren Nebenmann. Ach ja und noch eins. Wir haben sehr erfahrene Torsteher.