Ein Sieg der Frauen 1 gegen den Tabellenführer Gettenau war in greifbarer Nähe

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Ein Sieg der Frauen 1 gegen den Tabellenführer Gettenau war in greifbarer Nähe

Der TSV Griedel hat es dem Erstplatzierten nicht leicht gemacht.

Das Hinspiel gegen den TV Gettenau war eine deutliche Angelegenheit für den Gegner. Griedel musste sich mit 10:25 geschlagen geben. Das sollte beim Rückspiel auf jeden Fall nicht mehr passieren. Durch eine sehr gute Trainingsbeteiligung und kontinuierliches Umsetzen der taktischen Vorgaben hatte man sich auf einen hervorragenden 4. Tabellenplatz heran gekämpft und war motiviert für diese Partie.

Am Sonntag trafen nun die beiden besten Abwehrreihen der Bezirksliga A der Frauen aufeinander, somit war es kaum verwunderlich, dass kaum Tore fielen. Gettenau verfügt zudem noch über den zweitbesten Angriff in dieser Liga, für Griedel gab es also viel zu tun.

Bis zur neunten Spielminute zeichneten sich abwechselnd beide Torhüterinnen Jasi Scheffer, TSV Griedel, die heute den Vorzug vor Nina Hölzemann (Erkältung) bekam und Franziska Simon, TV Gettenau, aus. Nach Fouls an Katarina Dietz und Lena Wawrzinek gab es schon zu Beginn zwei Siebenmeter für den TSV Griedel, die leider nicht verwandelt werden konnten.

Endlich konnte Madeléne Dietz ihr Team mit einem Tempogegenstoß sowie einem Rückraumtreffer 2:0 in Führung bringen. In der 13. Spielminute erhöhte Elena Schneider auf 3:0, dies veranlasste den Gästetrainer zu einer grünen Karte und dem Einsatz seiner besten Rückraumspielerin Julia Glaub, die auch direkt auf 3:1 verkürzte. Auf das 3:2 für Gettenau lies Steffie Dobitz im Gegenzug ein schön herausgespieltes Tor von rechts außen zum 4:2 folgen. Eine Zeitstrafe für Madeléne Dietz nutzte Gettenau zum 4:3. Ein Foul an Steffi Dobitz, das unverständlicherweise als Kreis abgepfiffen wurde, führte zu einem schnellen Gettenauer Angriff, den jedoch Madeléne Dietz stoppen und als Tempogegenstoß zum 5:3 für den TSV markieren konnte. Mit einem tollen Rückraumknaller von Elena Schneider bauten die Griedeler Damen ihren Vorsprung auf 6:3 weiter aus. Jasmin Scheffer gelang es einmal mehr eine bombenfreie Chance des Gegners zunichte zu machen.

Jetzt legte Griedels Trainer Burkhard Dilges die grüne Karte, motivierte sein Team, so dass Elena Schneider und Julia Hachenburger noch einen Siebenmeter heraus spielen konnten. Doch Strafwürfe scheinen ab und zu für die Griedelerinnen auch eher eine Strafe zu sein, denn beide wurden vergeben. Ganze 29 Spielminuten erlaubte Griedel dem Gegner nur 3 Tore, doch kurzzeitig unkonzentriert und mit Gedanken schon in der Halbzeit kassierte man noch 2 Gegentore in nur einer Minute. Mit einem Halbzeitstand von 6:5 sprach man in der Pause noch einmal alle taktischen Details durch und ging motiviert in die zweite Runde.

Der Rückraum war in Bewegung, Katarina Dietz am Kreis und Lena Wawrzinek auf außen konnte der Gegner nur durch Fouls stoppen. Eine Zweiminutenstrafe für Elena Schneider nutzte Gettenau um auf 6:8 zu erhöhen. Der Griedeler Angriff rund um Mona Krausgrill scheiterte immer wieder an der gegnerischen Torfrau. Doch auch Gettenau konnte einen Tempogegenstoß in der 43. Minute durch eine tolle Parade von Jasi Scheffer nicht unterbringen. Großes Pech kam für Griedel hinzu, als sich Madeléne Dietz bei einer 1:1-Situation verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Der Angriff musste umgestellt werden, doch es sollten sich keine klaren Torchancen ergeben. Eine Verletzung von Gianna Görlach schwächte die Mannschaft erneut, hier kam Anna-Lena Haub aus der 2. Mannschaft zum Einsatz. Gettenau konnte auf 6:10 erhöhen, jetzt musste gehandelt werden. Durch eine grüne Karte von Griedel und eine Umstellung auf eine Manndeckung für die Gettenauerinnen Julia Glaub und Lisa Marie Jeske nach 51 Minuten kamen die Griedeler Damen viermal in Ballbesitz, konnten diese Chancen aber leider nicht nutzen.

Erst in der 56. Spielminute konnte Elena Schneider auf 7:10 verkürzen. Die Manndeckung für Julia Glaub wurde nicht konsequent durchgezogen, so kam es, wie es kommen musste, sie brachte Ihr Team mit weiteren zwei Toren auf 7:12 voran. Elena Schneider schaffte das 8:12 für Griedel, worauf Gettenau mit einem Tor der Rechtsaußen-Spielerin zum 8:13 antwortete. Katarina Dietz holte noch einen Siebenmeter, den Johanna König – als ersten von sechs Siebenmetern – auch zum 9:13 Endstand verwandeln konnte.

Eine Niederlage wäre sicher vermeidbar gewesen, hätte man die Siebenmeter sowie einige 100%-ige Chancen erfolgreich unterbringen können, denn Gettenau hatte an diesem Tag mit seinen sonst so gefürchteten Tempogegenstößen gar kein Glück.

TSV Griedel: Nina Hölzemann, Jasmin Scheffer,
Elena Schneider (4), Lena Wawrzinek, Julia Hachenburger, Johanna König (1/1), Gianna Görlach, Mona Krausgrill, Madeléne Dietz (3), Katarina Dietz, Annabell Hofmann, Nadine Petry, Stefanie Dobitz (1), Anna-Lena Haub